Aachener Sand, Aachener Sandstein

Aachener Sand, Aachener Sandstein

Die „Zyklopensteine” als schichtweise verfestigter Aachener Sand
Die „Zyklopensteine” als schichtweise verfestigter Aachener Sand

Im heute noch lockeren Aachener Sand des Aachener Waldes und des Lousbergs sind an verschiedenen Stellen verfestigte Sandsteinbänke und -linsen zu beobachten. Ein besonders spektakuläres Beispiel sind die Zyklopensteine an der deutsch-belgischen Grenze bei Köpfchen. Deren Einzelblöcke können Durchmesser von mehreren Metern erreichen. Die Verfestigung des auch an ihrer Stelle ursprünglich lockeren Quarzsandes erfolgte kurz nach seiner Ablagerung durch chemische Ausfällung (Kristallisation) von Quarz aus dem zwischen den Sandkörnern zirkulierenden Porenwasser. Diese Quarzneubildungen halten heute die zuvor nur locker neben- und übereinander liegenden Quarzkörner zusammen. Der Kristallisationsprozess hielt sich aber wohl nur an einzelne besonders geeignete Sandlagen oder Mischzonen des Porenwassers, so dass sich nur einzelne feste Bänke oder Lagen von Sandlinsen bildeten. Gelegentlich zeigen ein Korngrößenwechsel innerhalb der Sandsteine oder Feinkieslagen noch die ehemalige Schichtung an.

Später sorgte dann gefrierendes Wasser in noch freien Restporen der Sandsteine für ein oberflächennahes Aufsprengen und Abgrusen der Bänke und Blöcke und damit für ihre Zurundung. Häufig zu beobachtende mehr oder weniger tief in das Gestein hineinreichende Wannen und Löcher entstanden durch eine Kombination chemischer und physikalischer Verwitterungsprozesse. Innen zermürbte eine häufig und kurzfristig wechselnde Durchfeuchtung und Wiederaustrocknung des Gesteins seinen Kornverband durch Lösung. Und außen kam es durch die Ausfällung der Lösungsfracht des verdunstenden Wassers zu einer Krustenbildung. Wo diese Kruste später zerbrach, konnte der lose Sand dahinter ausrieseln.

Äußerlich sind diese Aachener Sandsteine nur schwer vom jüngeren Herzogenrather Sandstein und dessen Findlingsquarziten zu unterscheiden.

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