Kreide-Kalksteine und Kreide-Feuersteine

Kreide-Kalksteine und Kreide-Feuersteine

Die Entstehung der Kreide-Kalksteine und Kreide-Feuersteine
Die Entstehung der Kreide-Kalksteine und Kreide-Feuersteine

„Kreide” gilt als Bezeichnung sowohl für eine erdgeschichtliche Periode (zwischen 145 und 65 Millionen Jahren vor heute) als auch für ein kalkiges Gestein. Weil dieses Gestein weich, weiß und leicht zerreiblich ist, verwendete man es früher als Tafelkreide.

Entstanden ist diese „Schreibkreide” aus einem Kalkschlamm, der aus winzig kleinen, hauptsächlich von planktonisch lebenden einzelligen Kalkalgen produzierten Kalkplättchen („Coccolithen”) besteht. In den Niederlanden werden diese wenig harten Kalksteine auch als Mergel bezeichnet.

In den Kreide-Kalksteinen können parallel zur Bankung unregelmäßig traubig-nierige oder auch linsig-plattige Feuersteinknollen auftreten. Sie entstanden im Zuge der Verfestigung des Kalkschlamms zu Kalkstein. Sie bestehen aus amorphem oder kryptokristallinem Quarz (Opal), der den ursprünglich an seinem Ort vorhandenen Kalk ersetzt. Der Quarz (SiO2) stammt aus der Auflösung von Schwammnadeln und Kieselalgen, die innerhalb der Kalkschichten und auch im darunter liegenden Vaalser und Aachener Sand reichlich vorhanden sind. Die zunehmende Sedimentauflast zwang das durch die Auflösung dieser Kieselskelette kieselsäurereiche Porenwasser zum Aufstieg über Poren und Klüfte bis in einen Bereich, in dem wegen veränderter chemischer Lösungsbedingungen, z. B. durch die Zersetzung von organischer Substanz im noch oberflächennahen Sedimentschlamm, Kalk gelöst und Quarz an seiner Stelle ausgefällt wurde.

Häufig sind in den Kernen der Feuersteinknollen noch verkieselte Reste von Hartteilen von Seeigeln, Muscheln oder Foraminiferen erhalten. Auch Hölzer können verkieselt sein.

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